Berliner Liste

Ui, ui, ui.

Das war sie also – die ganz große Kunstwelt. Die Berliner Liste 2014.

Die alte Dame der Berliner Kulturelite.

Mann, Mann, Mann.

Und ich kleiner Hans-Kunst dazwischen.

So fühlt sich das also an, wenn man von der elitären Gesellschaft belagert wird.

“Ach, Sie sind der Künstler?” Dann wird man taxiert –  von oben bis unten und mindestens drei Mal. Was erwarten die Leute? Ein dritten Arm?

“Oh Entschuldigung, Sie konnten mich auch wirklich nicht erkennen. Schließlich habe ich noch beide Ohren. Aber warten Sie, hier ist ein rostiges Taschenmesser. Damit sollte es gehen.” Doch das traue ich mich nicht zu sagen.

Da kommt sie einem wieder dazwischen – die gute Erziehung.  

 

Postamt Dämmerwald

“Mach doch mal ein Blog.”

Das sagen die Leute immer, bevor ihnen die Ideen ausgehen. Auch reicht ein Satz, um so ein komplexes Gebilde zu beschreiben.

“Toll. Wie soll das aussehen? Und worüber soll ich schreiben?” 

 

“Ja, was weiß ich? Bin ich der Kreative?”

Und es hört sich so an, als würde es sich um eine ansteckende Krankheit handeln.

 

“Vorsicht! Geht weg! Der da ist kreativ! Aber da vorne kommt schon der Arzt.”

“Machen sie Platz, ich bin Arzt.”, sagt der Arzt und alle machen ihm Platz.